Coronavirus: Die Situation in der Schweiz

Nachdem das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag die aktuelle Situation “bis zu einem gewissen Grad als besorgniserregend” einstufte, schlug der Bundesrat am Mittwoch neue, schärfere Massnahmen vor.

Neueste Entwicklungen
Der Bundesrat prüft eine umfassende Zertifikatspflicht: Zugang zu Restaurants, Bars, Fitnesscentern sowie Kultureinrichtungen soll nur noch geimpft, getestet oder genesen (3G) möglich sein.
Diese Verschärfung der Massnahmen zur Ausbreitung des Coronavirus schlägt der Bundesrat vorsorglich vor. Die Kantone können sich dazu bis zum 30. August äussern.
Laut Gesundheitsminister Alain Berset würde damit an Orten, wo das Covid-Zertifikat gefordert werde, keine Maskenpflicht mehr gelten. Die bisherigen Hygiene- und Abstandsempfehlungen sollen weiterhin gelten. Auch die Quarantäneregeln und die generelle Maskenpflicht in zugänglichen Innenräumen, Läden und im öffentlichen Verkehr sollen ihre Gültigkeit behalten.
Die Teststrategie wird definitiv angepasst. Ab 1. Oktober müssen alle Personen, die sich für ein Zertifikat testen lassen wollen, die Kosten selber tragen. Tests mit Symptomen sind weiterhin gratis, es wird dafür aber kein Zertifikat ausgestellt.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet am Mittwoch 3212 neue positive Fälle. Der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen liegt damit 12 Prozent höher als in der Vorwoche. 830 Personen sind derzeit hospitalisiert (+40 Prozent zur Vorwoche).
Der Bund hat einen weiteren Vertrag mit Pfizer/Biontech abgeschlossen. Dieser umfasst die Lieferung von je sieben Millionen Impfdosen in den Jahren 2022 und 2023.
Im Ausland lebende Schweizerinnen und Schweizer und deren Familien sowie Grenzgängerinnen und Grenzgänger ohne obligatorische Krankenkasse sollen sich in der Schweiz impfen lassen können. Der Bundesrat hat eine entsprechende Anpassung der Covid-19-VerordnungExterner Link in die Vernehmlassung geschickt. Darin stellt er zwei Möglichkeiten zur Kostenübernahme zur Auswahl: die Deckung der Kosten durch den Bund für alle oder nur für die Grenzgängerinnen. Der Bundesrat bevorzugt die zweite Variante.
Das Schweizer Covid-Zertifikat wird von allen EU-Staaten anerkanntExterner Link. Seit 9. Juli können Schweizerinnen und Schweizer, die in den Sommerferien in ein EU-Land, nach Island oder Norwegen reisen wollen, ihr Covid-Zertifikat bei der Einreise vorweisen. Die App dafür finden Sie hier für AndroidExterner Link und hier für AppleExterner Link.

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