Volksabstimmung in der Schweiz

HomeGesellschaft & Leben

Volksabstimmung in der Schweiz

Stimmvolk sagt hauchdünn Ja zum Kauf neuer Kampfjets

Die Schweiz kann neue Kampfflugzeuge kaufen. Das Stimmvolk hat der 6 Milliarden Franken schweren Beschaffung am Sonntag hauchdünn mit 50,1 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt.

Nach Angaben der Kantone gaben knapp 9000 Stimmen den Ausschlag. Rund 1’606’000 Ja-Stimmen standen 1’597’000 Nein-Stimmen gegenüber. Die Stimmbeteiligung lag demnach bei 58,7 Prozent.

Stimmvolk lehnt Änderung des Jagdgesetzes mit 51,9 Prozent ab

 Der Wolfsschutz in der Schweiz wird nicht gelockert. 51,9 Prozent der Stimmbevölkerung hat die Revision des Jagdgesetzes abgelehnt.

Die Mehrheit der Stimmenden hat sich damit gegen den Bundesrat und eine Mehrheit im Parlament entschieden. Schlussendlich waren es laut der Bundeskanzlei 1’652’010 Nein-Stimmen gegen 1’530’031 Ja-Stimmen. 10 Kantone lehnten die Revision des Jagdgesetzes ab, 13 Kantone sprachen sich für die Vorlage aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 59,3 Prozent.

Bei den Resultaten zeigte sich ein Stadt-Land-Graben. Im Kanton Wallis stimmten 68,6 Prozent der Stimmenden für eine Lockerung des Wolfschutzes – so viele wie in keinem anderen Kanton. Im Kanton Graubünden waren es 67,3 Prozent. Sieben von neun Wolfsrudeln leben im Kanton Graubünden.

Auf der anderen Seite lehnten Kantone mit grossen Städten die Vorlage ab. Am deutlichsten der Kanton Basel-Stadt mit 36,1 Prozent Ja-Stimmen vor dem Kanton Genf mit 36,9 Prozent Ja-Stimmen. Lukas Golder vom Forschungsinstitut gfs.bern sagte im Fernsehen SRF: “Das ist das städtische Muster, das über das ländliche siegt. Aber selbst im Graubünden und im Wallis wurden relativ viele Nein-Stimmen eingeworfen.”

Volk und Stände verwerfen SVP-Begrenzungsinitiative wuchtig

 Volk und Stände haben ein starkes Zeichen für die Weiterführung des bilateralen Weges mit der EU gesetzt. Die Begrenzungsinitiative der SVP, welche die Personenfreizügigkeit beenden wollte, war an der Urne chancenlos. Der Nein-Stimmen-Anteil lag bei 61,7 Prozent.

Vom Parlament aufgestockte Kinderabzüge bestehen nicht vor dem Volk

Eltern können für Kinder bei der direkten Bundessteuer keine höheren Abzüge geltend machen. Das Stimmvolk hat der Vorlage eine klare Abfuhr erteilt. SVP, FDP und CVP hatten die höheren Kinderabzüge zugunsten gut Verdienender im Parlament durchgeboxt.

Rund 2’001’200 Stimmende legten gemäss vorläufigen Ergebnissen des Bundes ein Nein in die Urnen und 1’163’500 ein Ja. Das ergibt einen Nein-Stimmen-Anteil von rund 63 Prozent. Die Ablehnung ist damit weitaus deutlicher als in Umfragen vorausgesagt. Und es offenbart sich wieder einmal der Röstigraben.

In Genf verdienen alle künftig mindestens 23 Franken pro Stunde

Im Kanton Genf muss Angestellten künftig in allen Branchen ein Lohn von mindestens 23 Franken pro Stunde bezahlt werden. Die Mindestlohn-Initiative der Gewerkschaften wurde mit 58 Prozent Ja-Stimmen angenommen.

Unterstützt wurde das Anliegen von den Linksparteien, während die Regierung und die bürgerlichen Parteien dagegen waren. Die Stimmbeteiligung betrug 54 Prozent.

Die Initiative verlangt, dass im Gesetz ein Mindestlohn von 23 Franken pro Stunde verankert wird. Dies entspricht einem Monatslohn von 4086 Franken für eine 41-Stundenwoche.

Hochrechnung: 61 Prozent Ja zu zwei Wochen Vaterschaftsurlaub

 Väter können künftig innerhalb von sechs Monaten ab Geburt eines Kindes zwei Wochen bezahlten Urlaub beziehen. Gemäss Hochrechnung von gfs.bern im Auftrag der SRG ist das entsprechende Bundesgesetz mit 61 Prozent angenommen worden.

Das deutliche Ergebnis war erwartet worden: Die Umfragen von SRG und Tamedia rechneten in den Wochen vor der Abstimmung mit einer deutlichen Zustimmung von über 60 Prozent.

 

Sonhaber

 

 

 

 

guest
0 Yorum
Inline Feedbacks
View all comments