Kurz vor dem Crash? von Global Medien

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Kurz vor dem Crash? von Global Medien

Nur zwei Wochen nach ihrem letzten Gipfel kommen die 27 Staats- und Regierungschefs der EU am heutigen Donnerstag erneut zusammen. Auf der Tagesordnung ganz oben steht der Brexit. Von dem Ultimatum, das Johnson der EU gestellt hatte und das heute ausliefe, ist indes keine Rede mehr. Vielmehr will der britische Premier nach dem Gipfel entscheiden, ob London weiter über ein Post-Brexit-Abkommen verhandelt.

Brutaler Bruch würde Krise noch verschlimmern

Ein No-Deal-Szenario muss unbedingt verhindert werden, drängen die Vorsitzenden der Arbeitgeberverbände von Frankreich, Deutschland und Italien in einem Appell in Les Echos:

„Unsere Unternehmen wenden all ihre Energie auf, um die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu begrenzen. … Sie engagieren sich, um unsere Volkswirtschaften wieder anzukurbeln und dabei auch die unumgänglichen Herausforderungen in Sachen Umweltschutz und Digitalisierung zu meistern. Ein brutaler Bruch zwischen EU und Großbritannien würde die Lage weiter verschlimmern und das Aus für zehntausende Jobs und Firmen in unseren Ländern bedeuten. … Wir appellieren feierlich an die Verhandlungsführer, alles ihnen Mögliche zu tun, um im gemeinsamen Interesse Europas und Großbritanniens ein umfassendes und ehrgeiziges Abkommen zu vereinbaren, das am 1. Januar in Kraft treten kann.“

Bald kommt für die Briten das böse Erwachen

So etwas wie ein Wunschdenken vieler Briten beschreibt Helsingin Sanomat:

„Zwar glaubt ein großer Teil der Briten, die Post-Brexit-Zeit habe schon begonnen, doch das ist nicht der Fall. Wir befinden uns in der elfmonatigen Übergangsphase – die jedoch bald endet. Die EU hofft, dass sie vorher noch ein neues Partnerschaftsabkommen mit Großbritannien abschließen kann. … Für viele Unternehmen wäre ein Brexit ohne Abkommen sehr problematisch. … Für die britische Wirtschaft ist der Austritt eine Katastrophe, mit und ohne Deal. Denn kein Abkommen kann irgendetwas liefern, was mit einem Verbleiben im EU-Binnenmarkt vergleichbar wäre. Dies ist gerade die beste Zeit des Brexit. Die Briten haben ihren Austritt bekommen – aber noch nicht die Folgen.“

Eurotopics.net

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