Ein Schweizer Pass für alle

Ein Stapel roter Schweizer Pässe liegt vor Ihnen, und Sie können sich bedienen. Ohne mühsame Einbürgerungs-Tests über die Geschichte der alten Eidgenossen oder die korrekte Fondue-Zubereitung. Und der Pass ist gratis. Ein Märchen? Nein, Realität.

Um das Geheimnis gleich zu lüften: Beim roten Büchlein handelt es sich nicht um den Pass für Schweizer Staatsbürger:innen, sondern um den Swiss Democracy Passport. Die Erstausgabe erfolgt am 15. September – dem Internationalen Tag der Demokratie.

Zwar stimmen Farbe des Umschlags und Format mit jenen des offiziellen Schweizer Passes überein. Doch damit hat es sich auch schon mit den Parallelen.

So gibt es den Pass in keiner der vier Landessprachen, sondern nur in Englisch. Der Swiss Democracy Passport soll also in der Welt, ausserhalb der Schweiz, Beachtung finden.

Der Untertitel macht klar, was es damit auf sich hat: “Guide to Modern Representative Democracy With Initiative and Referendum”. Ein Begleiter zur modernen repräsentativen Demokratie mit Initiative und Referendum also.

Der Pass, das ist eine 48-seitige Broschüre, die kompakt in Text, Bild und Grafiken Auskünfte über und Einblicke in die Schweizer Demokratie gibt. “Mit dem Demokratiepass wollen wir dem grossen und weltweiten Missverständnis entgegentreten, dass sich direkte Demokratie und repräsentative Demokratie gegenseitig ausschliessen”, sagt Adrian Schmid, Präsident der Schweizer Demokratie StiftungExterner Link, die den Pass mit inhaltlicher Unterstützung der Universität Bern herausgibt.

Denn die Schweiz zeige, dass sich direkte und parlamentarische Demokratie “nicht nur ergänzen, sondern auch gegenseitig unterstützen”, sagt Schmid.

 

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